Methoden
Der Mensch steht mit allem, was er mitbringt, im Mittelpunkt.
Focusing wurde vom Philosophen und Psychotherapeuten E.T. Gendlin entwickelt. Damit leistete er einen wesentlichen Beitrag zur klientenzentrierten Psychotherapie.
Focusing ist ein körperorientierter Ansatz der Selbsterforschung in Form von wohlwollender Zuwendung zum eigenen inneren Erleben. Es schafft die Möglichkeit, über die unmittelbare Körperwahrnehmung, mit einem gewählten Thema in Kontakt zu kommen.
Die Integration des Körperempfindens in die Therapie/Begleitung in dem Sinne, dass ich lerne, ihn wahrzunehmen und ihm damit eine Stimme gebe, indem ich das Gespürte verbalisiere, ist ein Gewinn. Focusing ist eine übergeordnete Technik und macht jede Therapie und Begleitung erfolgreicher.
Eine Focusing-Sitzung findet in Form eines Gespräches im Beisein einer Begleitperson statt, die in subtiler Weise durch den Prozess navigiert, und dabei den Willen der focusierenden Person im Auge behält.Focusing schafft die Möglichkeit, über die unmittelbare Körperwahrnehmung mit einem gewählten Thema in Kontakt zu kommen und das so Spürbare in eine Veränderung hineinzubegleiten. Der Körper führt mich zur Lösung. Er hat alle Informationen über mein Leben gespeichert. Focusing führt zu einem neuen Raum, der zu Lebendigkeit erwachen kann, zu einer Antwort, die zuerst auf der körperlichen Ebene erscheint. Dabei wird das so Wahrgenommene sorgfältig in Sprache umgesetzt. Genau durch das Erleben in dieser Weise, kann sich ein Prozess hin zu etwas Neuem anbahnen. Focusing schafft so Selbstnähe und Verbundenheit mit sich und der Umwelt und lässt ein gesundes Nähe-Distanz-Gleichgewicht, wie auch Empathie und Mitgefühl sich und anderen gegenüber erwachsen. Focusing schafft die Möglichkeit, sich auf sich beziehen zu können und nicht im Aussen nach einer Veränderung zu suchen. Es geht stets um Versöhnung. Daraus können neue Schritte in das Leben hinein gestaltet werden.
Focusing ist immer erlebensbezogen und prozessorientiert.
Mit dem Intellekt komme ich nicht an dieses Wissen heran. Er kann mich nicht zu etwas Neuem, Weiterführendem hinführen, sondern lässt mich in den alten gewohnten Kreisen drehen. Auch das Arbeiten nur auf der Gefühlsebene bringt uns auf einen Irrweg, denn sehr leicht sind wir von den Gefühlen beeinflusst.
Alte psychische Wunden, Traumata, seelischer wie auch körperlicher Schmerz, innere wie äussere Konflikte, Erschöpfungsanzeichen, Neuentscheidungen und auch eine Ist-Zustands-Analyse können Gründe für eine oder mehrere Focusing-Sitzungen sein.
Focusing gibt die Chance zu einer fundierten Selbsterkenntnis, ist Friedensarbeit im Innen wie im Aussen.
Für eine Focusing-Sitzung sind keine Focusing-Kenntnisse erforderlich. Der Lernprozess findet während der Begleitung der Sitzungen statt.
Die Transaktionsanalyse (TA) ist eine Theorie der menschlichen Persönlichkeit und Beziehung.
Sie wurde vom amerikanischen Psychiater Dr. Eric Berne entwickelt. Das Fundament ist die Tiefenpsychologie. Die gesamte Theorie der TA steht auf vier Säulen. Diese sind die Ich-Zustände, die Analyse der Transaktionen, die (Ränke)-Spiele und das Lebensdrehbuch.
Mit ihren Konzepten fördert und unterstützt sie die grösstmögliche Autonomie und hilft, noch verborgenes Potenzial aufzudecken und ins Leben zu integrieren. Gleichzeitig liefert die TA kraftvolle Werkzeuge zur persönlichen und beruflichen Kompetenzerweiterung.
Die TA bewährt sich in der Beratung von Einzelpersonen, Paaren, Familien, Gruppen und Organisationen. Die TA-Konzepte haben in meinen Gesprächs- und Prozessbegleitungen einen hohen Stellenwert.
Über Träume gibt es mittlerweile von verschiedenen Seiten interessante und wertvolle Ein- und Ansichten. Erfahrungen haben gezeigt, dass Träume wichtige und wertvolle Botschaften für Therapie- und Beratungsprozesse bereithalten. Meistens sind es ignorierte Tatbestände, die im Strudel des täglichen Lebens ignoriert werden und nach Aufmerksamkeit rufen. Über die Traumarbeit kann eine Annäherung an die Botschaft erschaffen werden. Träume können wirr und beängstigend sein. Wenn wir aus dem Schlaf erwachen und uns einem solchen Traum widmen, sehen wir, wie er ein klarer Wegweiser zu einem vergessenen Ort ist. Die Botschaft des Traumes will erkannt werden, damit Heilung und Versöhnung geschehen kann. Eine starke Medizin, die ernst genommen will und eingesetzt werden darf.
In der Begleitung durch einen Traum gehe ich in ähnlicher Weise vor wie in einer Focusing-Sitzung. Dabei spielen die verschiedenen Elemente, Objekte, Personen und Landschaften wie auch die Empfindungen gegenüber dem Traum eine wesentliche Rolle und werden einzeln in das Körperempfinden einbezogen. Dabei darf auch bewegt und getönt werden, um eine Wahrnehmung zu verstärken, damit sich eine Veränderung anbahnen und sich die Essenz daraus zeigen wird.
Meine Arbeit mit Träumen ist eine Verbindung von Focusing, Atemarbeit nach Middendorf und Imagination (Mindell) und andere. Sie trägt also mehrheitlich das körperbezogene Erleben in sich.
Eine Traumgruppe dient der Möglichkeit, Erfahrungen und Einsichten zu teilen, einander durch einen Prozess hindurch zu stärken und Empathie und Mitgefühl zu leben. Die Medizin aus jedem Traum ist Medizin für jede Person in der Traumgruppe. Alle profitieren von der Weisheit eines einzigen Traumes. Als Zeug*in erlebe ich also den Prozess mit.
Der Abend wird in drei Teilen gestaltet. Der erste Teil dient des Ankommens und Einstimmens in Form von Selbstwahrnehmungsübungen. Im zweiten Teil können ein bis drei Träume bearbeitet werden und im dritten Teil findet eine Rückbesinnung statt, in dem Sinne von Berührungspunkten mit einem fremden Traum und was jede Person vom Abend mit nach Hause nehmen kann.
Focusing und Meditation
Wenn ich mich auf eine Urlaubs-Reise begebe, kann ich davon ausgehen, dass ich nebst den Annehmlichkeiten auch Unangenehmes, Schmerz, Anstrengungen und Entbehrungen erfahren werde.
Das irdische Leben bringt alle Schattierungen von Erleben mit sich. Auf dem spirituellen Pfad sind wir angehalten, all diesem Erleben mit Offenheit zu begegnen. Diese Reise ist in hohem Masse Bewusstseinsarbeit.
Mein Anliegen, und für mich eine Voraussetzung, ist eine Meditation ohne Verdrängung schmerzhafter Gefühle und schwieriger Gedankengänge und in Verbindung mit der unmittelbaren Körperwahrnehmung.
Die Integration der unmittelbaren Körperwahrnehmung ist insofern wichtig, als sämtliche Erfahrungen in den Körperzellen gespeichert sind. Sie trägt das Potential der Wandlung in sich.
Das ist ein wichtiger Grund, warum ich anstrebe, «Focusing und Meditation» zusammenzubringen.
Meditation führt nicht unbedingt zu Klärung von anspruchsvollen Anteilen in mir, sondern führt oft daneben vorbei, zu einer Stille und einem Frieden, der wohl hinter den psychologischen Mustern liegt. Auf diese Weise lässt Meditation die schwierigen Anteile, wie unangenehme Gefühle, starke Emotionen und Gedankenmuster aussen vor. Das Resultat kann sein, dass ich in doppelter Wucht damit konfrontiert werde, wenn ich in den Alltag zurückkehre. Das kann mitunter sehr schmerzhafte Spuren zurücklassen, auch im Zwischenmenschlichen.
Der Körper kann nicht lügen, was bei den Gedanken und den Gefühlen nicht der Fall ist. Wie schnell die Gedanken die Gefühle beeinflussen können und umgekehrt, haben wir wahrscheinlich schon alle beobachten können.
Aber was zeigt sich, wenn das Gedankenkarussel dreht und ich mich von da an der stillen, unmittelbaren Körperwahrnehmung orientiere?
Diese Bewusstseinsarbeit strebe ich in «Focusing und Meditation» an. Wir erlernen während der Meditation in kleinen Schritten mehr Bewusstheit über unser Fühlen, Denken und Handeln mit Einbezug des Erspürens der Körperempfindungen. Das ist Friedensarbeit von innen heraus.
Der Meditationsabend gliedert sich in drei Teile:
Einem Einstimmungsteil, während dem ich einen passenden Text vorlese, folgen zwei stille Meditationsfolgen von ca 25 Minuten mit einem Unterbruch von 5 Minuten Gehmeditation.